Im Sammelband Tod und Trauer – analog. Linguistische und theologische Perspektiven (De Gruyter, 2025) ist mein Buchkapitel „Tod und Recht. Rechtliche Würdigung digitaler Trauerpraktiken“ erschienen.
Der Beitrag untersucht die rechtlichen Herausforderungen, die sich aus der Digitalisierung von Trauer- und Erinnerungskulturen ergeben. Digitale Gedenkseiten, soziale Netzwerke und virtuelle Erinnerungsräume verändern den Umgang mit Tod und Nachlass und werfen neue Fragen zum Schutz der Menschenwürde, des postmortalen Persönlichkeitsrechts sowie der Interessen von Hinterbliebenen auf. Im Mittelpunkt steht die Analyse, wie bestehende zivil- und strafrechtliche Schutzmechanismen auf digitale Trauerpraktiken angewendet werden können und an welchen Stellen rechtliche Weiterentwicklungen erforderlich erscheinen.
Der Beitrag entstand im Kontext des interdisziplinären Forschungsfeldes Digital Religion(s) und verbindet rechtswissenschaftliche Fragestellungen mit theologischen und kulturwissenschaftlichen Perspektiven auf digitale Transformationsprozesse.
Bibliographische Angaben
Özgü, Ramazan (2025). Tod und Recht. Rechtliche Würdigung digitaler Trauerpraktiken. In: Karina Frick, Lea Gröbel & Christina Margrit Siever (Hrsg.), Tod und Trauer – analog. Linguistische und theologische Perspektiven (S. 259–276). Berlin: De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783111636108-012
Weitere Informationen
- Open-Access-Version (ZORA): https://doi.org/10.5167/uzh-292523
- Verlagsversion (De Gruyter): https://doi.org/10.1515/9783111636108-012
