Herausforderungen kirchlicher digitaler Kommunikationspraxis

Die Digitalisierung verändert nicht nur die Kommunikationsformen von Kirchen, sondern wirft auch grundlegende theologische und rechtliche Fragen auf. Digitale Gottesdienste, soziale Medien, Streaming-Angebote oder hybride Gemeindestrukturen erweitern kirchliche Handlungsmöglichkeiten, stellen traditionelle Formen kirchlicher Kommunikation jedoch zugleich vor neue Herausforderungen. Damit gewinnen Fragen nach Verantwortung, Normativität und den rechtlichen Rahmenbedingungen digitaler Kommunikation zunehmend an Bedeutung.

Diesen Fragestellungen widmet sich der gemeinsam mit Prof. Dr. Thomas Schlag und Prof. Dr. Andreas Thier verfasste Beitrag „Herausforderungen kirchlicher digitaler Kommunikationspraxis. Überlegungen aus der Sicht von Praktischer Theologie und Rechtswissenschaft“, der im Sammelband Evangelisches Kirchenrecht im Diskurs (Mohr Siebeck, 2024) erschienen ist.

Der Beitrag verbindet Perspektiven der Praktischen Theologie und der Rechtswissenschaft und untersucht, wie kirchliche Kommunikation unter den Bedingungen digitaler Transformation verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen insbesondere das Zusammenspiel theologischer Leitvorstellungen und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie die Frage, wie kirchliche Institutionen auf die Chancen und Herausforderungen digitaler Öffentlichkeiten reagieren können.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit verdeutlicht, dass die Gestaltung kirchlicher Kommunikation im digitalen Zeitalter weder allein als technische noch ausschließlich als rechtliche oder theologische Aufgabe verstanden werden kann. Vielmehr bedarf sie eines integrierten Ansatzes, der normative, institutionelle und kommunikative Dimensionen gleichermaßen berücksichtigt.

Bibliographische Angaben

Özgü, Ramazan, Schlag, Thomas & Thier, Andreas (2024). Herausforderungen kirchlicher digitaler Kommunikationspraxis. Überlegungen aus der Sicht von Praktischer Theologie und Rechtswissenschaft. In Johannes Greifenstein (Hrsg.), Evangelisches Kirchenrecht im Diskurs (S. 167–193). Tübingen: Mohr Siebeck.

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